Ganze vier Tage hatten wir frei, in denen ich mich meine Bekleidungsentwurfs-Mappe für DOB (Damenoberbekleidung) gewidmet habe, und eigentlich das Ziel stand, komplett fertig zu werden. Pustekuchen. Kleinigkeiten an meinem "Märchenbuch" fehlen noch, wie die Überschriften, aber zumindest ist sonst alles aufgeklebt, von den Entwürfen bis zum Layout. Basteln ist ja so gar nicht mein Ding, musste ich erneut feststellen. Meditation dabei hin oder her, aber andauernd klebrige Finger zu haben, ist einfach nur nervtötend. Bedenkt man, dass ich später sowieso keine Mappen mehr machen muss, eine der eher unsinnigen Aufgaben in meinem Studium. Dafür bin ich gut im Zeitplan. Ist noch viel zu tun bis zum Hurricane, also in die Hände gespuckt und weiter gehts....
Ich glaube, seitdem ich hier in NRW wohne, habe ich noch nie so viele Konzerte in so kurzem Zeitraum besucht. Dank Städteballung und NRW-Ticket ist es ja auch total latte, ob Essen, Köln oder Düsseldorf; kostenlose Hin - und Rückfahrt ist gesichert. Und obwohl ich wieder ein Jahr brauchte, mich an die nächste Ecke Deutschlands zu gewöhnen, hat dieses Gebiet eindeutig einige Vorteile, die man als Student so lange wie möglich ausnutzen sollte.
Deshalb ging es letzten Sonntag mit Vera von taketime4me, einer meiner Lieblingsfreundinnen hier, zu Ellie Goulding in die Essigfabrik. Ehrlich gesagt, habe ich nicht sonderlich viel erwartet (dat Ticket war nur günstig & kann man ja mal mitnehmen, wah :D), eher eine schwache Stimme und das kleine Püppchen, das mit Skrillex zusammen war. Umso überraschter war ich, dass sie tatsächlich singen kann. Nichts für ungut, Frau Goulding. In der Tat war ich von ihrer Stimme, dem britischen Akzent und dem leicht rauchigen Reden recht angetan.
Am Mittwoch bin ich dann schon wieder, diesmal alleine, nach Köln gedüst (3x die Woche, herreje....), weil ich unbedingt We are the Ocean sehen wollte. Auf meiner Playlist laufen sie seit Monaten hoch und runter; nehmen inzwischen einen Status "Lieblingsband" ein, also kann man sich vorstellen, wie sehr ich mich gefreut haben, dass sie im Luxor gespielt haben. Btw grandioser kleiner Musikclub am Barbarossaplatz. Ein bisschen schäbig und dunkel, genau wie ich es mag. Eine handvoll Leute, grandioser Blick auf die Band und eine Stimme von Liam Cromby, in den ich mich schon ein bisschen verliebt habe. Wer auf Bands wie Alexisonfire oder Rise Against mit einer Prise The Script steht, reinhörn!
Ein größeres Ereignis in diesem Jahr konnte nach letztem Wochenende endlich von meiner Liste streichen: Unsere Tanzaufführung, die mich insgesamt 4 anstrengende Tage kostete, und mich 13 Tage durchackern ließ. Die Mühe hat sich allerdings gelohnt, denn unsere Tänzer waren super und es gab an jedem Tag nur Lob von allen Seiten - Ich bin sehr stolz auf meine Gruppen. Es war auch mein erstes Mal, dass ich hinter der Bühne tätig war, anstatt darauf zu tanzen. Obwohl ich ja ehrlich gesagt Letzteres auch gerne mal wieder machen würde. ;)
Dies sollte ein kurzes Lebenszeichen von mir sein - Die Uni nimmt mich dennoch ein & langsam kommen wir wir wieder in die heiße Phase. Der Berg wird nicht kleiner, obwohl ich schon seit Wochen am Machen & Tun bin.... Deswegen werde ich mich dieses Wochenende dem Ganzen wieder widmen, und mir nur eine Pause zum Essen mit Freunden und Ellie Goulding live in concert zu gönnen.